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Hirsche sind Pflanzenfresser, die sich von unterschiedlichen Pflanzenteilen wie Gräsern, Blättern, Rinde, Knospen und Zweigen ernähren. Im Vergleich zu den Hornträgern bevorzugen sie generell eher weiche Pflanzennahrung.
Das Reh (Capreolus capreolus), zur Unterscheidung vom Sibirschen Reh auch Europäisches Reh genannt, ist in Mitteleuropa der häufigste Vertreter der Hirsche. Das Reh unterliegt dem Jagdrecht und wird dort dem Schalenwild zugeordnet. Das männliche Tier wird Bock genannt, das weibliche Tier nach Vollendung des ersten Lebensjahres Schmalreh und in den folgenden Jahren Ricke. Das Junge heißt im ersten Lebensjahr Kitz.
Im Winter vereingen sich Rehe zu Familienverbänden (in der Jägersprache "Sprünge" genannt). Territorialität ist nur bei Böcken bekannt, und dies auch nur dann, wenn sie das männliche Sexualhormon Testosteron dazu veranlasst, wie z.B. vor der Brunft bis Mitte Mai, wenn die Einstände als Revier neu bezogen und auch verteidigt werden, und während der Brunft (Blattzeit). Beim Markiern ihrer Reviere verwenden sie Duftdrüsen an Kopf und Beinen und auch Urin. Außerhalb dieser Zeiten leben insbesondere ältere Böcke einzelgängerische und verteidigen ihr Revier nicht, sind jedoch relativ standorttreu.
Die Paarungszeit (Brunft, Blattzeit) findet in unseren Breiten Ende Juli bis Anfang August statt. Bei Rehen kommt es im Gegensatz zu anderen Hirscharten zur Keimruhe. Das befruchtete Ei entwickelt sich erst ab Dezember und führt zur Geburt der Jungtiere (Kitze) im Mai des folgenden Jahres. Das weibliche Reh (Ricke) bringt ein, meistens zwei, selten drei Kitze zur Welt, die durch drei Längsreihen weißer Flecken gekennzeichnet sind.
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